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Darf ich mich vorstellen?

Photo: Jo Swarzynska

Mein Name ist Gabriele Kerber. Ich bin promovierte Biologin, Autorin, Trainerin, Rednerin und besessen vom Meer und von Naturgärten.

Aufgewachsen bin ich an der Nordsee, aber meine gefühlte Heimat sind tropische und subtropische Inseln vulkanischen Ursprungs. Wie es dazu kam? Das ist eine lange Geschichte... um sie kurz zu machen: Mein Weg führte von Ostfriesland (Kindheit und Jugend), über Gießen (Studium), nach München (Diplom- und Doktorarbeit). Von dort nach Israel (Postdoc), auf die Galapagos-Insel in Ecuador (Arbeit), zurück nach München und via Kiribati im Zentralpazifik ins Westallgäu.

Hier im Allgäu sind aktive Vulkane wie Meere weit weg. Um nicht in Sehnsucht zu versinken, schreibe ich über sie und mache mir die Hände mit Gartenerde statt Wattenschlick schmutzig. Bei meiner Neugier, biologische Vorgänge um mich herum zu verstehe, war es ein Natürliches, dass ich anfing statt nur über Meeresbiologie auch über Gartenbiologie nachzudenken und zu recherchieren. Ein „biologischer“ Garten, also einer, in dem ökologische Kreisläufe rund laufen dürfen, wird meistens als Naturgarten bezeichnet. Zu verstehen, wie ein Naturgarten mit allen seinen Elementen funktioniert, ist mir genauso wichtig geworden, wie die Meere zu „verstehen“. Ebenso wichtig ist mir die Weitergabe des Wissens, das ich mir erwerbe – angepasst an mein jeweiliges Publikum

In den gut 30 Jahren, seit ich „mein eigenes Leben“ angefangen habe, durfte ich viel erlebt, habe viele Länder und Menschen kennengelernt und immer wiederkehrende Themen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Ich habe auch viel Erfahrung in der Konzeption und Durchführung von Kursen und Lehr/Lern-Erlebnissen in verschiedenen Bereichen gesammelt - nicht nur in Bezug auf Meere, Klima und Gärten, sondern auch in meinem "Brotjob", der Telekommunikationstechnik, in der ich seit 2006 als Trainerin, Consultant und Projektleiterin arbeite.

Wenn Sie Anfragen haben, die sich auf Meere – Klima(wandel) – Gärten beziehen, zögern Sie bitte, sondern kontaktieren Sie mich!

 

 

…und falls Sie die lange Geschichte dennoch lesen möchten…

Anno dazumal - im Jahre 1991 - fing ich mein Biologie-Studium an der Justus-Liebig-Universität Gießen an. Warum Biologie? Ich wollte Naturwissenschaftsjournalistin werden und mit Biologie hat man eine gute Grundlage. Doch dann kam mir das Hirn in die Quere. In einem histologischen Seminar haben mich von mir selber angefertigte und gefärbte Gewebspräparate vom Kleinhirn eines Meerschweinchens so begeistert, dass ich beim Blick durch Mikroskop dachte: "Entweder bin ich jetzt ganz verrückt geworden, oder ich habe gefunden, womit ich mich die nächsten Jahre beschäftigen will!". Obwohl ich die erste Möglichkeit nicht ganz ausschloss, habe ich mich dann auf Neurobiologie spezialisiert und in dieser Disziplin auch meine Promotion angefertigt, am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried in Zusammenarbeit mit der Uni Gießen. Am MPI leckte ich dann Blut, was das Halten von Vorträgen anging. Daran war mein Chef, Professor Georg Kreuzberg, nicht ganz unschuldig: Beim Vortrag üben in der Dunkelkammer (der Seminarraum war belegt und nur die Dunkelkammer hatte noch einen Diaprojektoren) rief er mir mit hoch erhobenen Armen zu, das Rotlicht in seinen weißen Haaren ließ ihn wie Mephisto aussehen: "Gabo - Sie haben eine Story! Erzählen Sie sie!" Das tat ich dann - und genoss, wie meine Zuhörerinnen und Zuhörer im In-House-Seminar an meinen Lippen hingen und meiner Story über Laminine zuhörten.

 Die nächsten Jahre verbrachte ich dann zwischen dem Mittelmeer, dem Toten Meer und dem Roten Meer: in Israel (2000-2003) am Weizmann-Institut der Wissenschaften in Rehovot. Außer Molekularbiologie und Hebräisch (das ich wieder vergessen habe), lernte ich die Wüste lieben und in einem von Terroranschlägen gebeuteltem Land leben. Denn schließlich waren es genau die Jahre der Al-Aqsa-Intifada. Mit Beginn des zweiten Golfkriegs verließ ich Israel und hatte das Glück das nächste Jahr in einem besonders ruhigen und spannenden Archipel zu verbringen: Galapagos! Dort, wo sich Meer und Lavaflüsse treffen, wo El Niño und La Niña einer extremen Landschaft extreme Klimaschwankungen bescheren und wo 1000 km Wasser Tiere und Pflanzen von ihren Artgenossen auf dem Festland isolieren und die Evolution sich von ihrer auffälligsten Seite zeigt, habe ich mich in vulkanische Inseln verliebt (2003-2004). Die Lavawüste wurde ergänzt durch eine phantastische Vielfalt marinen Lebens. Auf Galapagos habe ich auch das Tauchen gelernt und als wissenschaftliche Reiseleiterin mit Begeisterung mein erlebtes und erlerntes Wissen den Reisegruppen mitgegeben. Ich wollte alle mit dem "Meeresliebe"-Virus anstecken, was mir in vielen Fällen auch geglückt ist.

 Die Rückkehr nach Mitteleuropa war schwer - das Meer fehlte mir, das Schnorcheln und Tauchen, die spannenden Ökosysteme über und unter Wasser. Es hat dann noch eine Reise nach Hawaii gebraucht, bis ich anfing über Meere zu schreiben und Erklär-Videos aufzunehmen: mein Blog Amocean war geboren (2012). MeerWissen für Alle, auf Deutsch und Englische rund um das Meer und das Klima. Der Blog öffnete mir die Tür zu anderen Veröffentlichungen und schloss damit den Kreis: ein rund 20-jähriger Umweg führte mich zurück zum Naturwissenschaftsjournalismus, den ich wegen des Meerschweinchenhirns aufgegeben hatte.