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Bringt Natur in die Gärten

 

Gärten sind mein jüngstes Steckenpferd, obwohl ich mich schon lange mit den ökologischen Grundprinzipien des Gärtnerns beschäftige. Meine kindlichen Gärtnerbemühungen sind im Laufe eines einzigen Vormittags von einer Horde Kohweißlingsraupen zunichte gemacht worden. Danach hat es Jahrzehnte gedauert, bis ich mir wieder einen Garten angelegt habe, aber Balkone gab es. Auf meinem zweiten Balkon, im Münchner Stadtteil Neuhausen, wuchsen bis zu 17 essbare Pflanzen und nochmal ungefähr gleich viele nicht essbare. Zugegeben, die Balkontüre ging den Sommer über nicht mehr zu, weil einige Zimmerpflanzen hinaus- und Balkonpflanzen hineinwuchsen, für einen Tisch und Stuhl gab es keinen Platz, aber für eine Hängematte, die außerhalb des Forschungsinstituts mein sommerlicher Lebensmittelpunkt war.

Dieser Balkon könnte als Startpunkt des gärtnerischen Interesses gewertet werden und führte zu meinem ersten Garten in Israel (in erster Linie ein Zitronenbaum im Schatten eines uralten, riesigen Ficus), über einen auf der Galapagos-Insel Santa Cruz (mit Brackwasser zum Gießen) zu meinem jetzigen Garten im Westallgäu auf 800 m Höhe. Erst hier habe ich mehr oder minder systematisch angefangen mein biologisches Wissen mit den Beobachtungen im Garten zu vereinen, kleine Experimente zu starten und letztendlich mein Wissen zu teilen.

In Zeiten von Klimawandel und industrieller Landwirtschaft, von Flächenverbrauch und ewiger Wachstumswirtschaft steht es schlecht um abwechslungsreiche Lebensräume und Artenvielfalt. So viel weiß jeder und jede von uns. Entsprechend groß ist der Trend zum Naturgarten, Artenvielfaltsgarten, Vogelgarten, giftfreiem Garten und was es sonst noch für Namen für einen naturnah geführten Garten gibt.

Je mehr ich mich mit diesem Thema befasse und mit anderen Garteninteressierten darüber austauche, umso klarer wurde mir, dass es bei allen Gartenblogs und -büchern an einem mangelt: am Verständnis ökologischer Hintergründe. Viele Menschen möchten Ihre Gärten naturnah gestalten und führen, auf Gifte verzichten und Insekten oder Vögeln etwas Gutes tun. Aber welche Pflanzen helfen den Tieren wirklich und warum? Wie kann man ohne Gift den Löwenzahn in der Wiese, das drüsigen Springkraut am Heckenrand oder die Nacktschnecken im Salat loswerden? Hierzu bedarf es eines gewissen botanischen und ökologischen Verständnisses, dass kaum vermittelt wird, das ich Ihnen aber anbiete.

 

Einige Aktivitäten zum Thema Naturgarten der letzten Jahre:

- Ausbildung zur Gartenpflegerin im Verein (durch den Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V.) 2020-2022

- Vorträge auf der Bayerischen Landesgartenschau in Lindau 2021:

     * Klimawandel im Hausgarten

     * Reise in den Gartenboden

     * Der zukunftsfähige Garten (zusammen mit der Landschaftsarchitektin Silke Lerpscher)

- Zusammenarbeit mit der staatlichen Landwirtschaftsstation auf Kiritimati, Kiribati, zur Etablierung neuer Gemüse- und Obstsorten auf der Insel und zu Kompostierung auf der Basis von Garten- und     Hausabfällen zusammen mit Schweinekot (2016)

"Wasser ist die Tinte, die die Poesie des Lebens schreibt." Alexandra Cousteau, Filmemacherin